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Media Governance
in Europe - Regulation, Participation, Co-Determination
Internationale Fachtagung
der Arbeitsstelle Medien und Politik der Universität Hamburg und der Hans-Böckler-Stiftung
zum Projekt „Mitbestimmte Medienpolitik“
Termin: Sonnabend, den 20.Juni 2009, von 10 bis 18 Uhr
Ort: Universität Hamburg, Flügelbau Ost, Edmund-Siemers-Allee 1, 20148
Hamburg
Teilnahme nur nach vorheriger
Anmeldung.
Key-Note:
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, Universität Hamburg Dr. Sabine Nehls, Projekt "Mitbestimmte Medienpolitik", Universität Hamburg
Weitere Referenten: Prof. Peter Humphreys, Universität Manchester Prof. Stanislaw Jedrzejewski, Kozminski University, Warschau Dr. Josef Trappel, Universität Zürich Prof. Barbara Thomaß, Ruhr-Universität Bochum (angefragt) Prof. Jo Bardoel, Universiteit van Amsterdam und Radboud Universiteit Nijmegen Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Euro-MEI /ver.di Tina Kolbeck, DGB Niedersachsen/Rundfunkrat NDR Barbara Hemkes, DGB NRW/ Rundfunkkommission LfM NRW Dr. Burchard Bösche, Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. Renate Schroeder, Europäische Journalisten-Föderation Thomas
Kupfer, Community Media Forum Europe Christine
Horz, Universität Erfurt
Thema: Media Governance in Europe – Regulation, Participation, Co-Determination
Die Fachtagung stellt die Ergebnisse des Projekts „Mitbestimmte Medienpolitik“ in einen internationalen Rahmen. Das Projekt hat unter anderem die Rolle der Gewerkschaften als Governance-Akteure in der Medienpolitik und die Aufgaben der Aufsichtsgremien untersucht. Die in Deutschland diskutierten Modelle und Fragen zu Regulierung, Partizipation und Mitbestimmung in den elektronischen Medien sind auch in anderen europäischen Staaten relevant. So können beispielsweise aus dem englischen Modell mit der Regulierungsbehörde Ofcom und dem BBC-Trust Erkenntnisse auch für die deutsche Diskussion um diesen Themenkomplex gewonnen werden. In Polen wurde gerade ein neues Rundfunkgesetz erlassen, das unter anderem von deutscher Beratung profitierte. Da sich die Medienpolitik zunehmend auf europäischer Ebene abspielt ist es sinnvoll, die europäischen wissenschaftlichen Ergebnisse mit den Erfahrungen von Praktikern zusammen zu führen und zu diskutieren. Mehrere aktuelle vergleichende Studien zu Fragen rund um diese Themen werden auf der Tagung präsentiert.
Die Tagung soll eine Brücke von der Wissenschaft zur Praxis bauen, der Schwerpunkt liegt auf dem Austausch von Erkenntnissen und Erfahrungen. Deshalb werden sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch Menschen aus der Praxis, wie Mitglieder aus Rundfunkräten und Medienkommissionen, aber auch Akteure aus den Gewerkschaften und anderen Organisationen als Vortragende, Diskutanten und Teilnehmende eingeladen.
Im Anschluss an die Keynotes wird das Thema in drei parallel stattfindenden Workshops aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet:
Workshop 1: Regulation/Regulierung Leitung: Prof. Hans J. Kleinsteuber
Dieser Workshop wird sich mit dem Zusammenhang von Governance und Regulierung beschäftigen. Im Mehrebenensystem Europas findet diese Regulierung sowohl innerhalb der Mitgliedsstaaten wie in der Europäischen Union statt. Dazu kommen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Ebenen, etwa wenn die EU rechtsverbindlich entscheidet oder in die Mitgliedsstaaten hineinwirkt. Wie kann unter diesen Umständen der Rundfunk als Allgemeingut per Regulierung gesichert werden? Dazu werden Gäste aus verschiedenen Teilen Europas ihre Erfahrungen vermitteln. Wichtig ist dabei die vergleichende Komponente: Gibt es inzwischen europäische Regulierungsgrundsätze oder dominiert einzelstaatliche Politik?
Impulsvorträge: • Prof. Peter Humphreys, Universität Manchester • Prof. Stanislaw Jedrzejewski, Kozminski University, Warschau • Prof. Jo Bardoel, Universiteit van Amsterdam und Radboud Universiteit Nijmegen • Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR), Kassel, Europabeauftragter der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM)
Workshop 2: Participation/Partizipation Leitung: Dr. Kathrin Voss
In diesem Workshop steht die Beteiligung der Zivilgesellschaft am Rundfunk im Mittelpunkt der Diskussion. Dazu zählen z.B. Bürgermedien (die EU hat gerade eine entsprechende Resolution verabschiedet) oder auch alternative Medien und Projekte, wie die Plattform indymedia.org oder Genossenschaften wie die taz. Welche Möglichkeiten bieten solche Projekte, um die Partizipation an Herstellung und Verbreitung von Medien im Sinne der Meinungsvielfalt zu stärken? Welche Unterstützung auch finanzieller und infrastruktureller Art ist dafür notwendig? Welche Möglichkeiten zu einer transnationalen Vernetzung gibt es? Wie kann von den Erfahrungen in anderen Ländern profitiert werden?
Impulsvorträge: • Prof. Dr. Christiane Eilders, Universität Augsburg • Barbara Hemkes, DGB NRW/ Rundfunkkommission LfM NRW • Dr. Burchard Bösche, Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. • Thomas
Kupfer, Community Media Forum • Europe Christine
Horz, Universität Erfurt
Workshop 3: Co-Determination/Mitbestimmung Leitung: Dr. Sabine Nehls
Der Workshop stellt Fragen rund um die Möglichkeiten der Mitbestimmung im Rundfunk in den Mittelpunkt. Gerade mit dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag und dem dort eingeführten Verfahren des Drei-Stufen-Tests haben die Rundfunkgremien in Deutschland eine höhere Bedeutung erlangt. Wie können die Kompetenzen der Rundfunkräte für diese neuen Herausforderungen gesteigert werden? Welche gewerkschaftlichen Möglichkeiten gibt es, um die in die Gremien entsendeten Mitglieder in der Wahrnehmung ihrer Mitbestimmungsaufgaben zu unterstützen? Aber auch: Wie sieht dies in anderen Ländern aus, welche Kompetenzen und Mitbestimmungsmöglichkeiten gibt es dort?
Impulsvorträge: • Prof. Josef Trappel, Universität Zürich • Prof. Barbara Thomaß, Ruhr-Universität Bochum • Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Euro-MEI /ver.di • Tina Kolbeck, DGB Niedersachsen/Rundfunkrat NDR • Renate Schroeder, Europäische Journalisten-Föderation
Weitere Informationen:
Information in English:

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