Ab dem Wintersemester 2006/07 bietet ein Verbund aus fünf Hochschulen einen viersemestrigen, berufsbegleitenden Masterstudiengang an, der sich an schon im Berufsleben stehende HochschulabsolventInnen wendet. Sein Ziel ist es, „eine wissenschaftlich begründete und professionell ausgewiesene Kompetenz im Umgang mit unterschiedlichen Erscheinungsformen sozialer Konflikte zu vermitteln“, wie es in dem aktuellen Informationsblatt heißt (www.ev-hochschule-hh.de). Unter der Federführung der Ev. Hochschule für Soziale Arbeit Diakonie Hamburg starten SozialwissenschaftlerInnen aus dieser und vier weiteren Hochschulen – der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, den Hochschulen Mannheim und Bremen – ein praktisch und theoretisch herausforderndes und innovatives Studienprojekt. Es geht darum, Konflikte als normal, ja sogar als förderlich zu betrachten, nicht (nur) als störend oder verletzend. Die Idee für diesen Studiengang entstand aus einem Konflikt, den die beteiligten WissenschaftlerInnen untereinander haben: Sollen (gewaltförmige) Konflikte eher „konfrontativ“ oder eher „akzeptierend“ geregelt werden? Sollen „Personen“ oder „Situationen“ geändert werden, um Akteuren alternative (präventive) Optionen in Konflikten zu eröffnen? Diese (und natürlich viele weitere) Fragen sollen aus den unterschiedlichen Ansätzen (Paradigmen), die die beteiligten WissenschaftlerInnen in Forschung, Lehre und Publikationen vertreten, beantwortet werden. Die Studierenden werden entscheiden, ob sie sich einer der angegebenen Positionen annähern oder ob sie aus den Angeboten eine jeweils eigene Konzeption entwickeln. In kleinen Forschungs- und Entwicklungswerkstätten, angeleitet von erfahrenen WissenschaftlerInnen, arbeiten die Studierenden in Teams, aber jede und jeder verfolgt ein eigenes Thema, das sie oder er im 4. Semester mit einer Masterarbeit abschließt. Da dieses Studienangebot sich finanziell selbst tragen muss, werden Studiengebühren erhoben.