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31. KRIMINOLOGISCHE STUDIENWOCHE
BERUFSBEGLEITENDE WISSENSCHAFTLICHE WEITERBILDUNG
Strafvollzug
lokal, national, international
vom 20. bis 24. November 2006
Der Strafvollzug befindet sich wieder einmal im Übergang. Eher bescheidene Ansätze einer menschenwürdigen, rationalen und lebensnahen Vollzugsgestaltung werden in Frage gestellt und zum Teil radikal beschnitten. So wurden z.B. Ausgangs-, Urlaubs- und Freigangsgewährungen in einigen Bundesländern mehr als halbiert. Geht die Reise zurück in die sterile Welt des Verwahrvollzuges?
Viele Politiker versprechen mehr Sicherheit durch mehr Einsperrung. Die Wissenschaft dagegen kann belegen, dass bloße Verwahrung die Risiken für die Gesellschaft erhöht. Sie zeigt, dass in vielen Fällen Alternativen zum Gefängnis besser geeignet sind, weiteres Unglück zu verhindern. Aus empirischen Erhebungen ist ferner bekannt, wie eine nicht vermeidbare Freiheitsstrafe auszugestalten ist, um Rückfälligkeit zu verringern.
Zu befürchten ist aber, dass der moderat reformierte Anstaltsbetrieb der vergangenen Jahrzehnte einem tiefergehenden Wandel wieder einmal widersteht. Ungeschminkt scheinen sich Gefängnisse erneut und immer deutlicher als das zu zeigen, was sie im Kern immer waren: als totale Institutionen.
Die Studienwoche gibt Gelegenheit, diese Themen auf mehreren Ebenen anzugehen.
Zielgruppe
Mit der Studienwoche soll der Erfahrungs- und Informationsaustausch derjenigen unterstützt werden, die mit dieser Thematik in Berührung kommen: Allgemeiner Vollzugsdienst; Fachdienste (PädagogInnen, PsychologInnen, Sozialdienst etc.); AnwältInnen; Mitglieder von Anstaltsbeiräten, ehrenamtliche GefangenenhelferInnen etc.
Inhalte
Die Studienwoche umfasst folgende Themenkomplexe:
· Anfang und mögliches Ende der Gefängnisinstitution
· Überblick über europäische Gefängniskulturen
· Resozialisierung als Vollzugsziel
· Lockerungen vs. Sicherung des Vollzuges
· Rechte und Pflichten der Gefangenen
· Erfahrungen mit dem Rechtsschutz im Gefängnis
· Einblick in ein klassisches Gefängnis
· Gefangenenliteratur als Ausdrucksmittel der Gefangenen
· Besonderheiten von Sozialtherapie, Jugend- und Frauenvollzug
· Nationales und internationales Monitoring
· Alternativen zum Strafvollzug
Leitung
Prof. Dr. Johannes Feest, Bremen (Hochschullehrer für Strafverfahren, Strafvollzug, Strafrecht i.R.)
Dr. Gerhard Rehn, Hamburg (Soziologe, Ltd. Wiss. Direktor i. Verwaltungsdienst a.D.).
Ort / Zeit / Kosten
Universität Hamburg, Fachbereich Sozialwissenschaften, Allende-Platz 1, 20146 Hamburg, Raum 250.
Am Mittwoch findet die Veranstaltung in der Justizvollzugsanstalt Hamburg - Fuhlsbüttel statt.
Die Veranstaltungen finden von Montag bis Freitag jeweils von 9-17 Uhr statt.
Die Kursgebühr für die Studienwoche beträgt
EUR 250 €
Bewerbung und weitere Infos
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum:
4. September 2006
an folgende Adresse:
Institut für Weiterbildung e.V.
an der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
der Universität Hamburg
– Frau Henning –
Rentzelstraße 7 20146 Hamburg
Informationen zum Ausdrucken/Runterladen:
- Flyer (pdf)
- Programm (vorläufiges) zum Ausdrucken (pdf)
- Anmeldeformular (doc / pdf)
Für weitere Informationen über die Studienwoche wenden Sie sich bitte an das Institut für Kriminologische Sozialforschung:
Tel.: 040-42838-3329 Fax.: 040-42838-2328
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